Nicht nur “Zapp” kann es, auch Frontal 21 macht guten Medienjournalismus. In der Sendung am Dienstag berichtete das ZDF-Magazin über kritische Berichterstattung über Anzeigekunden. Vom „gekauften Journalismus“ ist die Rede. Zu Wort kommen neben einem Lokalreporter, der rausgeflogen ist, weil er kritisch über Anzeigekunden berichtet hat, auch Lutz Tilmanns vom Deutschen Presserat, Michael Konken vom DJV, Prof. Udo Bronahl von der Uni Dortmund u.a. Außerdem gibt es als Internet-Spezial Interviews mit Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) und Helmut Heinen (Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger).
Virtuelle Kettenbriefe
Posted Juni 18, 2007 by annikainleipzigCategories: Allgemeines, Vermischtes
Jede Woche flattern sie mir ins Haus: Kettenbriefe. Würden Sie wirklich funktionieren, hätte ich für den Rest meines Lebens das Pech auf meiner Seite, in der Liebe, im Job und sonst wo.
Jetzt bekomme ich derartige Nachrichten auch über das StudiVZ – und das auch noch von einer meiner 261 “Freunde”, die manchmal nur weite Bekannte und alte Schulkameraden sind.
“Mit Tränen zeigt der Mensch, dass er nicht weiter weiß.Schicke diese Mail an 15 Leute in den nächsten 143Min, wenn du fertig bist
drücke F6 und die Person, die in dich verliebt ist, erscheint auf dem
Bildschirm in Buchstaben!
Es ist erschreckend, weil es wirklich funktioniert!
Wenn du diese Kette brichst, wirst du Probleme in Beziehungen bekommen- für die
nächsten 5 Jahre”
Ausprobiert habe ich es nicht, denn ich möchte meine “wirklichen” Freunde mit derartigen Briefen nicht behelligen. Wenn es jemand testet und es funktioniert, möge er mir das bitte mitteilen, vielleicht lasse ich mich dann umstimmen…
Auf ein Neues: Live-Blogging
Posted Juni 18, 2007 by annikainleipzigCategories: Allgemeines, Medien, Vermischtes
13:30 Uhr: Nachdem ich drei Mal den Rechner gewechselt habe, kann ich einigermaßen flüssig, wenn auch in Schneckentempo livebloggen. Franzi hält ein Referat über verdeckte PR und Schleichwerbung in Weblogs.
13:34 Uhr: Ich bin entsetzt: “Horst Schämmer macht Führerschein” ist eine PR-Aktion für Volkswagen.
13:42 Uhr: Don Alphonso stellt sich vor. Eigentlich heißt er Rainer Meyer.
Seine blogbar hat sich aus einem Buchprojekt entwickelt.
Heute ist die blogbar ein Leitmedium unter den Weblogs. Seinen letzten Eintrag hat er um 3:43 Uhr gepostet – er ist also auch nachtaktiv.
13:49 Uhr: Die ”dirty language”, die in der blogbar verwendet wird, würde er im
“normalen Journalismus” nie verwenden. Werbekampagnen in Blogs würden sich nicht lohnen, da sie im Vergleich zu Zeitungsauflagen oder TV-Quoten “lächerlich” seien.
13:55 Uhr: Erstaunlich: Der durchschnittliche Blog in Deutschland hat im Schnitt zehn Leser täglich.
13:59 Uhr: Klares Statement: “Der Trend zum Gefälligkeitsjournalismus kotzt mich an”. Wenn er heute noch mal wählen könnte, würde er “lieber auf den Bau gehen, nicht Journalist werden.”
14:07 Uhr: Eines muss man Don Alphonso lassen: Er ist ehrlich… “Journalisten sind zynische Dreckschweine”, sagt er.
14:11 Uhr: Anforderungen an einen Teilnehmer des Seminars “Journalismus im web 2.0″: Don Alphonsos Ausführungen lauschen, intelligente Fragen dazwischenstreuen und livebloggen. Das ist gar nicht so einfach. Wer bloggt eigentlich von uns live? Es ist so ruhig im Computerpool, nur das laute Brummen der Rechner, kaum Tippgeräusche.
14:16 Uhr: Katja bloggt (sogar über mich!) – danke dir, dass du darauf hingewiesen hast, dass ich aus Franken, nicht aus Bayern komme. Franzzi bloggt nach ihrem Referat ebenfalls. Nach langer Suche habe ich keinen weiteren meiner Seminarkollegen gefunden, der live bloggt. Wieder nur die Mädels aus der ersten Bank der ersten Stunde – ein Armutszeugnis!
14:25 Uhr: Katja und Franzzi fühlen sich angegriffen, da Don Alphonso gerade über Journalisten herzieht. Willkommen in der Realität!
14:31 Uhr: Wie er sich das Bloggen finanziert, fragt Philipp. “Ich arbeite in der Haifischtransportbranche.” Was bedeutet, dass er Anwälte über aktuelles korruptes Verhalten informiert. Er wurde also vom Journalisten zum Informanden und Blogger.
14:35 Uhr: “Die Blogosphäre ist ein Sumpf, kaum etwas ragt heraus”, sagt Don Alphonso. “Nicht mal 20 Blogs haben relevante Leserzahlen.” Für Nachwuchsjournalisten hätte er viel lieber Blogs als Arbeitsproben, nicht irgendwelche Artikel oder Beiträge, über die ein Redakteur “drübergebügelt” ist. Die wären wirklich “selbst recherchiert und authentisch”. Es gibt auch durchaus Zeitungen, die Artikel so abdrucken, wie er geliefert wurde – zum Glück.
14:38 Uhr: Herr Welker beendet das Seminar. Don Alphonso verspricht Kommentare aufs Livebloggen. Katja und Franzzi bekommen es mit der Angst zu tun.
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